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Ein Profi-Leitfaden zur Erstellung eines erfolgreichen Portfolios für deine Arbeit.

Wie erstellt man eine erfolgreiche Online-Portfolio-Website? Coaching-Profi-Tipps für eine erfolgreiche Website.
Beratung
18. Mai 2022
Ein Profi-Leitfaden zur Erstellung eines erfolgreichen Portfolios für deine Arbeit.

Deine Website, dein Portfolio, dein Erfolg!

Silke Güldner coacht Fotografinnen und Fotografen dabei, ihr Potenzial und ihre Kompetenz im Foto-Business zu entwickeln, zu präsentieren und zu verkaufen.


Nicht erst seit der Pandemie sind persönliche Akquisekontakte und Mappentermine mit Kunden seltener geworden. Schon länger läuft die Fotografensuche für ein neues Projekt und kreative Ideen online. Dabei spielt die Fotografen-Website neben Instagram eine wichtige Rolle, denn nach diesem ersten Screening entscheiden Kunden, welchen Fotografen sie zum persönlichen Gespräch oder zum Pitch einladen. So wird deine Website zum wichtigsten digitalen Portfolio und Akquise-Tool, denn sie soll neue Kunden anlocken, informieren und dazu einladen, dich zu kontaktieren. Das gelingt mit einem modernen Design, smarter und schneller Funktionalität (mobile only) und nicht zuletzt mit deinen Images und Stories.

Die ersten acht Sekunden zählen! Was suchen Kunden auf der Website?


Die Aufmerksamkeitsspanne von Art Producern oder Bildredakteuren ist im Alltagsgeschäft oftmals recht kurz und ihre Zeit ist knapp. Deshalb haben sie wenig Geduld für komplizierte Website-Strukturen und endloses hin und her navigieren. Auch wenn Fotografinnen und Fotografen es schön finden, dass Bilder in einer Lightbox oder Slideshow präsentiert werden, gefällt es dem Kunden hingegen oftmals nicht. Zu viele Klickanforderungen, zahlreiche Dropdownmenüs oder eine verschachtelte Navigation, und der Kunde verlässt die Webseite ohne dein Portfolio zu entdecken. Ziel verfehlt.


Kunden wollen das, was sie für ihr nächstes Projekt, eine Präsentation oder ein Moodboard suchen, schnell finden. Innerhalb der ersten fünf Sekunden, also bereits auf der Landingpage, sollte klar erkennbar sein, wer der Fotograf ist, welches Leistungsportfolio angeboten wird und wie die Positionierung ist. Die übrigen drei Sekunden genügen für den Klick ins Portfolio oder in einen Projekt-Container nach Wahl.

Wie du mit deiner Website Kunden begeisterst


Kreativität und Professionalität, Ideen und Expertise, freie Projekte und Referenzen – alles das wollen Kunden auf der Fotografen-Website entdecken. Denn sie benötigen einerseits das Gefühl, dass du kreativ bist und an freien Projekten arbeitest. Zugleich wollen sie namhafte Referenzen sehen und brauchen Sicherheit, dass du für eine komplexe Produktion genau richtig bist. Zeige deshalb Jobs und freie Arbeiten. Wähle nicht nur Bilder und Serien für deine Website aus, sondern auch Veröffentlichungen. Zum Beispiel als Mock up im smart device aufbereitet. Am besten zeigst du bereits auf der Landingpage einen Überblick der relevanten Projekte. Falls du Filme machst, kombiniere hier deine Fotoprojekte oder Animationen zusammen mit den Filmen. So zeigst du die ganze kreative Bandbreite deiner Arbeit auf einen Blick.


Gib deiner Website eine Informationsstruktur, indem du Texte zu den Projekten stellst, zum Beispiel Kunden- oder Team-Credits und Infos zur Veröffentlichung der Images. Im besten Fall vermittelt deine Website einen 360 Grad Einblick in deine Arbeit, deine Themen und deine Haltung im Job.

Was sind die "dont’s" ?


Nicht nur deine Kunden sind genervt von zu langen Ladezeiten deiner Images oder einer unübersichtlichen Struktur der Website. Auch die Suchmaschine mag das gar nicht und zeigt deine Website unter Umständen in den Suchergebnissen nicht an. Wenn du einen Fantasienamen oder Markennamen anstelle deines eigenen Namens nutzt, denk daran, dass deine Kunden dich vielleicht nicht finden in den Suchergebnissen, weil sie nach deinem Namen suchen und sich den Fantasienamen nicht gemerkt haben. Auch fehlende oder schlecht platzierte Kontaktinformationen nerven, wenn Kunden nachsehen, ab wo du buchbar bist oder dich rasch anrufen wollen.

Und wer bist du?


Unglaublich, aber viele Fotografen lassen sich nicht gern fotografieren. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass sie auf ihrer Website nicht zeigen, wer sie sind. Dabei wollen Kunden oft zuallererst wissen, mit wem sie es zu tun bekommen, wenn eine gemeinsame Produktion ansteht und klicken zuerst auf den „About“ Bereich deiner Website. Deshalb vergiss nicht auf der Website neben attraktiven Referenzen und deinem Portfolio auch dich zu zeigen. Es ist ein persönliches Business. Neben deinem Profilbild ist ein Blick hinter die Kulissen einer Produktion spannend und gibt ein Bild von dir und deinem Team.

Recap: die fünf besten Tipps für deine Website

Der erste Schritt ist natürlich, eine Website zu erstellen, wenn du noch keine hast. Du kannst zum Beispiel mit einem kostenlosen Konto auf Lebenszeit bei Vsblebeginnen .


1. Landing Page mit einer Übersicht
2. Projektcontainer, alben mit Serien
3. Auswahlkategorien
4. Foto und Film kombinieren
5. Zeig dich und wie es ist, mit dir zu arbeiten

©Foto: Stefanie Link

Silke Güldner coacht Fotografinnen und Fotografen dabei, ihr Potenzial und ihre Kompetenz im Fotogeschäft zu entwickeln, zu präsentieren und zu verkaufen. Ihr Buch "Erfolg im Foto-Business" ist 2021 in der 2., erweiterten Auflage erschienen. https://www.silkegueldner.de